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Ready – steady – reset! So starten Sie entspannt ins neue Geschäftsjahr

von Development Group Redaktion

Stellen Sie sich folgendes vor: Es ist kurz vor Weihnachten. Am letzten Arbeitstag im Jahr lassen Sie es geruhsam angehen. Sie haben schon alles erledigt. Die Weihnachtspost ist weg, in diesem Jahr sind die wichtigsten Karten per Hand geschrieben. Sie können sich eine Woche ganz entspannt frei nehmen und das Notebook zuhause lassen. Ihre Vertretung ist geregelt, die Kunden wissen Bescheid. Jetzt heißt es nur noch, sich von den Kolleginnen und Kollegen zu verabschieden, dann kann der Urlaub kommen. Ein Traum? Ja, einer der wahrwerden kann. Wie, lesen Sie in diesem Beitrag.

Reflektion

Von den meisten Vorsätzen für das neue Jahr halte ich nichts. Die Klassiker wie mehr Sport, gesünder essen, auch mal „nein sagen“ klappen die ersten Wochen. Doch bald ertappe ich mich dabei, wie sich wieder Routine einschleicht. Frust macht sich breit – wieder war der innere Schweinehund stärker. Doch einen Vorsatz gibt es, an den ich mich halte: mir einmal im Jahr Zeit für mich zu nehmen. Mir anzuschauen, was mir in meiner Arbeit gut gelungen ist und mich daran zu freuen. Und mir ein, zwei Themen vorzunehmen, die ich in meinem Unternehmerleben ändern möchte. Die mir das Leben leichter machen, da ich mehr Zeit gewinne für Dinge, die mir mindestens ebenso wichtig sind wie einen guten Job zu machen.

 

Themen mit Reset-Potenzial

Aus meiner Sicht lohnt es sich, vor allem über folgende Themen nachzudenken, da sie am meisten Potenzial für gute und einfach umzusetzende Vorsätze bieten.

  • Digital Readiness. Digitalisierung ist im Grunde genau so ein Phänomen wie das erste Fließband. Was beide gemeinsam haben? Sie stellen die Welt auf den Kopf. Und diese Entwicklungen sind einfach da, ob man will oder nicht. Also heißt es das Beste daraus machen. Das müssen Sie nicht alleine. Beziehen Sie Ihre Teams mit ein! Lassen Sie Ihre Mitarbeiter bewerten, wo sie noch Handlungsbedarf sehen. Was hilfreich ist: unser Virtual Management Index. Anhand der vier Dimensionen Organisation, Kommunikation, Team Management und Coaching lässt sich auf einen Blick erfassen, an welchen Stellen es noch nachzubessern gilt, um das Unternehmen erfolgreich virtuell zu managen.

 

  • Qualitätsbewusstsein. Das Thema schlechthin. Denn: ohne Qualitätsbewusstsein kein Erfolg, kein Wettbewerbsvorteil, kein Umsatz, kein Urlaub. Eine Studie zeigt: in gut 50 Prozent der deutschen Unternehmen ist dieses Bewusstsein schon angekommen. Immerhin. Da geht aber noch mehr. Das allerwichtigste: Sie als Manager müssen davon überzeugt sein, dass Qualitätsbewusstsein Sie und Ihr Unternehmen weiterbringt. Auch hier gilt, wie schon beim Thema Digitalisierung: Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter mit ein! Vereinbaren Sie gemeinsame Qualitätsziele. Definieren Sie die Eckpunkte Ihrer neuen Qualitätskultur. Ihre HR-Kolleginnen und Kollegen sind Ihnen eine wertvolle Stütze bei dieser Aufgabe. Oder holen Sie sich externe Experten als Sparringspartner an Ihre Seite.

 

  • Integriertes Management. Hand aufs Herz: Managen Sie schon integriert oder immer noch à la Silo? Nutzen Sie die Kraft Ihres gesamten Teams. Die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen wie Sales, Marketing, Einkauf, Produktion etc. schwinden immer mehr – auch ein Ergebnis der Digitalisierung. Zum einen ergeben sich daraus bedeutende Vorteile allein schon für die operativen Bereiche Ihres Unternehmens: einheitliche Prozesse, eindeutige Dokumentation, Qualitätsstandards, etc. Zum anderen stärkt Sie ein integriertes Management. Sie werden damit nicht zum Spielball für Marktentwicklungen, sondern können sie selbst mitbestimmen.

 

  • Ihre innere Karriere. Haben Sie sich darüber schon einmal Gedanken gemacht? Unter innerer Karriere verstehe ich den persönlichen Pfad der Weiterentwicklung. Das kann sein: die Ansprüche an sich selbst und seine Teams klar zu formulieren. Die eigene Komfortzone zu verlassen. Sich über die eigenen Ziele klar zu werden. Ich kenne nur sehr wenige Unternehmenslenker, die ihre innere Karriere genauso akribisch planen wie ihre „äußere“. Dabei lohnt sich das mindestens genauso. Denn wenn die Termine für einen selbst nicht im Kalender stehen, werden sie nur allzu gerne verschoben. Sie tragen sich doch den Geburtstag Ihres Partners oder Ihrer Partnerin doch auch ein, warum also nicht auch Ihr eigenes Coaching als Führungskraft?

 

Packen wir’s an!

Sie sehen: Die meisten der genannten Themen müssen Sie gar nicht alleine bewerkstelligen. Greifen Sie auf die Unterstützung Ihrer Teams zurück. Neben der Erleichterung für Sie hat das noch einen ganz anderen – mindestens genauso wertvollen – Effekt für Ihre Kollegen: Motivation und Anerkennung, Wertschätzung. Fast schon ein Garant für eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das Einzige, was Sie ganz alleine tun müssen: wollen. Dann haben Sie auch die Zeit, sich um Ihre innere Karriere zu kümmern. Viel Erfolg!